Austauschprogramme
China

Schüleraustausch: Garbsen - Shanghai
Seit 2007 fährt in jedem Jahr eine Schülergruppe der IGS Garbsen nach China. Unsere Partnerschule in Shanghai ist die Xiangming High School.
Der Austausch wendet sich an die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs und wird von zwei Lehrkräften begleitet. 
Die Gruppe reist in den Herbstferien und der anschließenden Woche für 2 ½ Wochen nach China. In den ersten vier Tagen in Peking nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem Kulturprogramm teil und besichtigen z.B. die chinesische Mauer, die v
erbotene Stadt oder den Himmelstempel. Im Anschluss daran reist die Gruppe nach Shanghai weiter.
Dort werden die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien untergebracht. Sie nehmen am Unterricht der Xiangming High School teil, erleben den chinesischen Alltag und besuchen viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt und im Umland.
Der Gegenbesuch erfolgt gewöhnlich kurz vor oder nach den Sommerferien des folgenden Jahres.
Grussbotschaft aus China
Am 22. Oktober 2022 feierte unsere Partnerschule, die Xiangming High School in Shanghai, ihr 120jähriges Jubiläum.
Leider konnten wir nicht dabei sein, unser Schulleiter Herr Fleer hat aber eine Grußbotschaft geschickt mit guten Wünschen für die Schulgemeinschaft und der Hoffnung, dass der Schüleraustausch bald wieder aufgenommen werden kann.
Nun hat sich der chinesische Schulleiter dafür bedankt.
Reisebericht zum Chinaaustauch vom 02.10.19 – 19.10.19
Am Mittwoch, den 02.10.19, hat sich unsere Gruppe mit 12 Schüler/innen, Frau Potthoff und Herrn Hientz morgens am Flughafen Hannover getroffen und ist nach Amsterdam geflogen. Von dort aus ging es mit einem großen KLM-Flugzeug nach Beijing (Peking), wo wir am Donnerstag gegen 6 Uhr gelandet sind. Die Zeitverschiebung betrug hierbei sechs Stunden. In Peking angekommen, haben wir zuerst das Olympiastadion besichtigt und sind danach ins Hotel gefahren. Dort hat uns dann die Zeitverschiebung eingeholt und wir waren alle ziemlich müde, trotzdem haben wir abends noch ein wenig die Umgebung erkundet.
Am nächsten Tag haben wir die Verbotene Stadt und den Himmelstempel besichtigt. Obwohl es an unserem ersten Tag in China die ganze Zeit nur geregnet hat, haben wir ihn genossen, denn der riesige Kaiserpalast, den lange kein anderes Gebäude überragen durfte, hat alle beeindruckt. Später hat sich die Sonne auch kurz gezeigt und wir konnten den Tempel im Regen und den wenigen Sonnenstrahlen bestaunen. Abends sind wir zusammen mit einer weiteren Schulklasse aus Deutschland zu einer großen Einkaufsstraße gefahren, in der es neben vielen Geschäften
auch noch verschiedene Streetfoodangebote gab. Schon dort kamen wir alle nicht aus dem Staunen heraus – Skorpione am Spieß, kleine Schlangen… Neben den kleinsten Geschäften sind die größten Einkaufshäuser und alles ist bunt beleuchtet.
Am Samstag, den 05.10.19 sind wir dann mit einem Bus etwa 2,5 Stunden zur Chinesischen Mauer gefahren, auf der wir ca. vier Kilometer entlanggelaufen sind. Dies war anstrengender als gedacht, weil die Mauer sehr viele unterschiedlich hohe Treppenstufen hat. Die wunderbare Aussicht hat uns aber für alle Mühen entschädigt und war jeden einzelnen Schweißtropfen wert.
Zum Abschluss des Tages haben wir eine atemberaubende Akrobatikshow gesehen. Einige Dinge haben uns an Shows in Deutschland erinnert, vieles war aber auch fremd und sicher ziemlich gefährlich.
Am Sonntag haben wir dann morgens unsere Reise nach Shanghai mit dem Hochgeschwindigkeitszug angetreten und kamen dort gegen 14.00 Uhr an. Vom Bahnhof aus wurden wir mit einem Bus zum Hotel gebracht, in dem wir spontan eine Nacht verbringen konnten, denn durch die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag waren noch nicht alle Gastfamilien aus dem Urlaub zurück. An diesem Abend haben wir festgestellt, dass eine so große Reise nie richtig nach Plan ablaufen kann und man oft flexibel sein muss. Doch das sind alles Erfahrungswerte, und mit einer lustigen Truppe nimmt man alles gleich viel gelassener. Durch die Planänderung sind wir also erst am nächsten Tag von unserem Gastfamilien von der Xiangming High School abgeholt worden. Den restlichen Sonntag haben wir in unseren Gastfamilien verbracht, um sie etwas besser kennen zu lernen.
Die nächsten vier Tage hatten wir vormittags immer von 8.00 – 11.15 Uhr Unterricht, wobei wir separat unterrichtet wurden. Hier haben wir beispielsweise chinesische Knoten kennengelernt, etwas Chinesisch gesprochen und einige Schriftzeichen geschrieben. Zudem haben wir einen Teller mit Masken bemalt, die in der chinesischen Kultur eine besondere Bedeutung haben. Der Unterricht lief immer auf Chinesisch ab und wurde aber von einer zweiten Person ins Englische übersetzt. Und falls es dich mal Verständigungsprobleme gab, wurden diese mit Zeichensprache aus der Welt geschafft. Nach dem Unterricht haben wir in der Schulmensa noch Mittag gegessen, bevor wir dann an den Nachmittagen immer einen Ausflug gemacht haben.
Am Dienstag, den 08.10.19 sind wir zum People ́s Square ins Urban Planning Museum gefahren, in dem die Entwicklung Shanghais dargestellt wurde. Um der Wahrheit in diesem Reisebericht treu zu bleiben, muss man erwähnen, dass einige Museumsbesuche für den einen mehr, für den anderen weniger interessant waren:)
Am Mittwoch sind wir zum etwa 470 m hohen Fernsehturm gefahren, wo wir in luftiger Höhe, auf einem Glasboden stehend, eine wunderbare Aussicht über große Teile der Stadt gehabt haben. Am nächsten Tag besuchten wir das Shanghai Museum, in dem alte Vasen, Münzen und Holzmöbel ausgestellt waren. Danach hatten wir noch Zeit, in Kleingruppen die Nanjing Road, die größte Einkaufsstraße Shanghais, entlang zu bummeln und viele neue Dinge zu entdecken. Eine Shopping Mall reihte sich an die nächste und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Fast jeder kennt die Galeria Kaufhof in Hannover - die Malls in Shanghai sind nochmal um einiges größer und viel höher, voller und lauter!
Am Freitag, den 11.10.19 sind wir am Huangpu River zum Waitan, der Uferpromenade, gegangen und konnten von dort die Skyline von Shanghai betrachten. Dieser Tag war leider von relativ viel Smog begleitet, welcher uns die Aussicht ein wenig verschlechtert hat. Jedoch haben wir nach ein paar Tagen in Shanghai festgestellt, dass der Bekannte „Flaschenöffner“ von Shanghai fast aus jeder Position in der Stadt zu sehen ist. Wie kann man ihn auch mit seinen knappen 500 m Höhe übersehen?
Am Samstag fuhren wir dann mit einem Reisebus zur berühmten Wasserstadt Tong-Li, die zwar schon etwas heruntergekommen wirkte, aber dennoch schön war. Dort haben einige von uns eine Bootsfahrt gemacht, die uns ein wenig an Amsterdam mit seinen kleinen Kanälen erinnert hat. Den Sonntag verbrachten wir in unseren Gastfamilien, einige sind ins Disneyland Shanghai oder in den Zoo gefahren sind.
Am Montag und Dienstag hatten wir vormittags wieder Unterricht in der Schule und nachmittags haben wir ein
Altstadtviertel und den Jade Buddha Tempel besichtigt. Gerade die Tempel sind sehr beeindruckend. Riesige goldene Buddhas und prachtvoll verzierte Tempel sowie die vielen Räucherstäbchen und -schalen rauben den Besuchern den Atem.
Mittwoch und Donnerstag hatten wir zusammen mit unseren Lehrern jeweils den kompletten Tag zur freien Verfügung und haben einen Park, ein Künstlerviertel mit einem Markt und einen weiteren Tempel besucht. Diese beiden freien Tage haben wir genutzt, um die viel Eindrücke zu verarbeiten.
Zudem konnten wir noch ein wenig auf der Nanjing Road shoppen. Insgesamt haben wir tatsächlich 3 Nachmittage auf dieser riesigen Shopping Straße verbracht, diese drei Nachmittage waren aber auch mindestens nötig, um sich wenigstens einmal einen groben Gesamtüberblick über die Straße zu verschaffen.
Freitag, den 18.10.19 guckten wir beim Sportfest der Schule zu, durften aber leider nicht aktiv mitmachen. Das Sportfest in China ist eins der wichtigsten Ereignisse im chinesischen Schuljahr und wird dementsprechend auch groß gefeiert. Dieses Erlebnis in Worte zu fassen, gestaltet sich meiner Meinung nach schwierig. Es wird wenig Sport getrieben. Schulen aus der ganzen Umgebung präsentieren sich und die Schüler marschieren Runde für Runde um den riesigen Sportplatz.
Unsere Gastschüler haben dann mit uns den Nachmittag verbracht und abends brachten uns unsere Gastfamilien nach dem Abendessen zur Schule und wir wurden mit einem Bus zum Shanghai Pudong International Airport gefahren, wo wir gegen 23.00 Uhr in Richtung Paris abgeflogen sind. Von dort ging es zurück nach Hannover, wo wir pünktlich um kurz vor neun Uhr am Samstagmorgen erschöpft, aber mit einem Lächeln, vielen Mitbringseln und neuen Erfahrungen ankamen.
Louis Rittmeier und Franka Sonnemann