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Medienerziehung - Programme, die unterstützen

Der Stadtelternrat Garbsen organisierte am 21. April um 19.30 Uhr eine Diskussion zum Thema "Wo findet Heute Medienerziehung statt?". Eingeladen waren Mitgliedern des Stadtleternrates und alle interessierten Eltern, Schüler und Lehrer. Um allen Interessenten eine Hilfestellung beim Schutz der Kinder zu geben, wird folgend auf technische Möglichkeiten eingegangen, die den Schutz der Kinder vor Gefahren im Internet erleichtern.

Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die aufgeführten Programme nur eine Unterstützung bieten und keinesfalls die Medienerziehung ersetzen. Auf bestimmte Aspekte, wie z.B. die Veröffentlichung von persönlichen Daten oder das Mobbing im Internet kann die Software nicht eingehen.

Bevor jedoch bestimmte Software eingesetzt wird, werden folgende Schritte empfohlen, die sicherstellen, dass die Software nicht ohne Weiteres umgangen werden kann und der PC in einem gewissen Rahmen abgesichert ist.

Für das Kind einen eigenen Benutzer am PC anlegen
Der eingerichtete Benutzer darf keinesfalls über Administratorrechte verfügen, da sich damit nahezu jede technische Einschränkung umgehen lässt. Da Viren nur die Rechte des angemeldeten Benutzer besitzen, wird dadurch eine gewisse Absicherung erreicht.

Benutzer mit Administrator-Rechten durch ein Passwort schützen
Der erste Zugang an einem PC (Windows XP und Windows Vista) ist mit Administrator-Rechten ausgestattet. Dieser sollte für das Kind nicht zugänglich sein (s.o.).

Antivirensoftware installieren
Eine Software zum Schutz des PCs ist unerlässlich. Inzwischen sind hochwertige freie Programme verfügbar, wie z.B. Avira AntiVir.

Sind diese Schritte abgeschlossen, so kann eines der folgenden Programme zur Filterung von Internetseiten sinnvoll eingesetzt werden. Bei den Programmen sind jeweils bestimmte Funktionalitäten aufgeführt. Auf diese wird nach der Übersicht eingegangen.

Programm Family Safety Frag Finn AOL ICRAPlus Kindersicherung 2008
Kosten kostenfrei kostenfrei kostenfrei kostenfrei kostenpflichtig
Blacklist - + - + +
Whitelist + + + + +
Wortfilter - - - - +
Chat - + + - +
Tauschbörse - + - - +
Zeit - + + - +
Protokoll + - + - +

+ vorhanden, - nicht vorhanden

Detaillierte Information zu den einzelen Programmen erhalten Sie beim Klicken auf die Namen. Weitere Programme zu diesem Thema finden Sie z.B. bei dem Computerverlag heise.

Kosten
Dieser Punkt sollte sicher nicht das einzige Kriterium sein, ist jedoch zu berücksichtigen.

Blacklist
Die Blacklist ist eine Liste von Seiten, die gesperrt sind. Diese werden von den Programmherstellern mehr oder weniger regelmäßig aktualisiert. (primär für Jugendliche geeignet)

Whitelist
Im Gegensatz zu der Blacklist enthält diese Liste nur Seiten die besucht werden dürfen. Diese Liste wird ebenfalls von den Herstellen aktualisiert, kann im Regelfall jedoch durch eigene Seiten ergänzt werden. (primär für kleine Kinder geeignet)

Wortfilter
Der Wortfilter ermöglicht es auf Grundlage von bestimmten Worten in der Internetadresse zu filtern, d.h. Seiten die das angegebene Wort in der Adresszeile enthalten, werden gesperrt. Problem: Die Begriffe können Bestandteil von Wörtern sein, die nicht gefiltert werden sollen, wie z.B. Sexualkunde.

Chat
Filter für Chatfunktionen.

Tauschbörse
Filter für Software zum Tauschen von Dateien, wie z.B. Azereus oder eMule. Diese Funktion ist sehr sinnvoll da sie das Tauschen von urheberrechtlich geschützen Dateien verhindert. Häufig ist den Kindern nicht bewußt, daß das Nutzen solcher Software strafbar sein kann. Hinweis: Bei Kindern unter 14 Jahren werden die Eltern für solche Vergehen herangezogen.

Protokoll
Das Protokoll ermöglicht es nachzuvollziehen welche Internetseiten das Kind besucht hat.

Bei Ergänzungs - oder Verbesserungswünschen erreichen Sie uns unter folgender eMailadresse: r.samarija@igs-garbsen.de

Eine Sammlung von Links zu dem Thema "Medienerziehung" finden Sie auf den Seiten des Leineblicks.

 

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