» „Echt fair!“ – eine Ausstellung zur Gewaltprävention an der IGS Garbsen

„Echt fair!“ – eine Ausstellung zur Gewaltprävention an der IGS Garbsen

 "ECHT FAIR!" ist eine Ausstellung der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt. Organisiert wurde die Ausstellung vom didaktischen Leiter, Rolf Doelle und Marianne Luplow aus dem 5. Jahrgang der IGS. Die Ausstellung konnte mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB) realisiert werden und wird wissenschaftlich begleitet.

Die Ausstellung will bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass sie ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit haben. Dies gilt nach dem Gesetz für alle Jungen oder Mädchen - unabhängig von ihrer Kultur oder Religion. Die zahlreichen Lernstationen der Ausstellung trainieren spielerisch, wie Kinder und Jugendliche Gewalt erkennen, Gewalt verhindern und bei Gewalt Hilfe holen können.

In der Zeit vom 01.12. – 17.12.2009 kann die Ausstellung von Schulklassen der Garbsener Schulen nach vorheriger Anmeldung in der IGS Garbsen besucht werden. Anmeldungen bitte an t.vogel@igs-garbsen.de.

Die interaktive Ausstellung "ECHT FAIR!" für die 5. bis 8. Klassen transportiert mit sechs Aktionsstationen erlebnisorientiert und optisch attraktiv alle Facetten rund um das Thema häusliche Gewalt, anderen Grenzverletzungen und Gewaltprävention. Unter den Losungen "Mit Gefühl", "Gewaltig", "Ich & Du", "Strittig", "Hilfe" und "Mit Recht" erhalten Mädchen und Jungen Informationen zu Kinderrechten und Hilfemöglichkeiten sowie Anregungen, Gewalt frühzeitig zu erkennen, sich damit auseinanderzusetzen und eigene Reaktionen auszuprobieren.

Gewaltprävention ist ein zentrales Anliegen in Schule und Jugendhilfe. Im Schulalltag wird Gewalt sichtbar und wirkt sich oft auf das Schulleben direkt aus. Mobbing, Gewalt unter Jugendlichen, sexualisierte Sprache, grenzverletzendes Verhalten, Handymissbrauch und „Abziehen“ machen Handlungsbedarf deutlich.

Neuere Forschungen zeigen, wie groß insbesondere der Einfluss häuslicher Gewalt auf Kinder und Jugendliche ist. Im Elternhaus Vernachlässigung oder direkte Misshandlung mitzuerleben, hat erhebliche nagative Auswirkungen auf den Schulerfolg von Mädchen und Jungen sowie auf deren eigenes Gewalthandeln. Betroffene Kinder und Jugendliche brauchen Informationen, Orientierung und Handlungsalternativen, um Schutz und Hilfe zu finden.